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Freitag, 5. April 2013

Keep the earth below my feet.

Hier ist es ziemlich still geworden die letzten Wochen - so ist das eben, wenn man nach langer Zeit wieder zurück kehrt. So viel zu erledigen, Menschen treffen. Alles ist besser als stundenlang vorm Computer zu sitzen, insofern bin ich nicht traurig, dass das Ganze hier etwas zu kurz gekommen ist.

Man sieht die Dinge wieder mit ganz anderen Augen. Erlebt alles Gewohnte wieder neu. Tausend Fragen werfen sich wieder auf. Ein alter Modus soll wieder einkehren, Alltag. Doch Alltag fürchte ich. Alltag kann mich auffressen. Man darf es nicht zulassen. Muss Raum lassen für Ungeplantes. Offen für die Welt, die Menschen, das Leben. Vertrauen in das Gute. Hinter jeder Tür verbirgt sich eine Geschichte, die erzählt werden möchte.

Es gibt keinen Stillstand wenn man nicht stehen bleibt. Wenn man einfach weitergeht, auch wenn es ein Zuhause gibt. Zuhause heisst nicht in Ketten zu liegen. Die Nervosität in den Beinen, die einen wieder fort treibt, woanders hin, ganz egal wo. Jeder Tag bietet wieder eine Vielzahl an Sinneseindrücken, die nur darauf warten von uns eingesaugt zu werden. Keine Kamera der Welt kann das Festhalten, was tief drin ist.
Dinge, die nur ich kenne und spüre, wenn ich meine Augen schliesse. In meiner eigenen kleinen Welt.


Was wir nicht können
ist irgendwas wiederholen

wir können nicht zurück
und warum sollten wir auch?


Bosse - Schönste Zeit

Donnerstag, 21. März 2013

Two roads

             Robert Frost - The Road Not Taken


Two roads  diverged in a yellow wood,
And sorry I could not travel both
And be one traveler, long I stood
And looked down one as far as I could
To where it bent in the undergrowth;        5
Then took the other, as just as fair,
And having perhaps the better claim,
Because it was grassy and wanted wear;
Though as for that the passing there
Had worn them really about the same,        10
And both that morning equally lay
In leaves no step had trodden black.
Oh, I kept the first for another day!
Yet knowing how way leads on to way,
I doubted if I should ever come back.        15
I shall be telling this with a sigh
Somewhere ages and ages hence:
Two roads diverged in a wood, and I—
I took the one less traveled by,
And that has made all the difference.






                  







Dienstag, 13. November 2012

Nostalgia

Meistens passiert es ganz flüchtig und leise. Erinnerungssplitter schieben sich in mein Bewusstsein, erzählen mir von anderen Orten, meinen Orten.
Es ist kein trauriges, sehnsüchtiges Erzählen. Vielmehr ein kurzer Lichtstrahl. Als ob sie mir sagen wollten 'vergiss uns nicht.' Dann kommen Bilder, von den Dingen, die oft einfach so ungeachtet nebenher laufen, die man selten ganz bewusst geniesst.


Der Moment auf dem Weg zur Arbeit, wenn man aus der U-Bahn steigt, das Lieblingslied im Ohr. Federnde Schritte trotz der Uhrzeit. Die Banker hasten zur Arbeit. Der Weg führt über die Untermainbrücke, der Tagesbeginn strahlt förmlich aus dem Main heraus, egal zu welchem Wetter. Dann heißt mich der Tag willkommen, immer wieder. Und mit jedem Einatmen und Ausatmen belebt die frische Luft dann auch den Geist, sodass man fitter gar nicht sein könnte.
.
Der Moment, wenn das letze Bild hängt und die weißen Wände durch das Neonlicht erstrahlen. Im Kontrast mit dem dunklen Boden, der nur auf seine Scharen von Menschen wartet. Die Stille, die durchbrochen werden möchte von den Schritten und Stimmen der Leute.
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Der Moment, wenn man über den Markt läuft, ohne bestimmtes Ziel. Man weiß nicht, was im Korb landen wird, man weiß nicht, an welcher Biegung man abbiegen soll. Man lässt sich nur von seinen Sinnen leiten, oder auch dem aktuellen Hunger. Die Schätze dann zuhause auspacken, von ihrem braunen Papier befreien.
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Der Moment, wenn man durch den Ort läuft, den man sein ganzes Leben lang kennt. An jeder Ecke Geschichten, die sich angehäuft haben. Der Weg durch die Felder, immer an derselben Mauer vorbei. Derselbe schöne Baum, der zu jeder Jahreszeit sein schönstes Kleid auspackt. 
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Ich geniesse diese Erinnerungsblitze, denn schon bald werden sie wieder Alltag sein. Und das Hier und Jetzt wird im Dort aufleuchten. Darauf freue ich mich.

Montag, 17. September 2012

Thoughts

Reisen. Sich verlieren. Ganz woanders landen und dann doch genau dort sein, wo man sein sollte. Im Hier, Jetzt. Dort. Wo auch immer das sein mag. 
Suchen, lösen, finden. Zurecht finden. Erforschen, festhalten. Sammeln.
Alles einsammeln, einsaugen, einatmen. Tausende Gedanken, Bilder, Farben, Gerüche anhäufen. Dinge anders wahrnehmen. Neue Dinge wahrnehmen. Sich selbst neu wahrnehmen.

Wege finden. Wege gehen. Tausend Möglichkeiten. Den Tag nutzen. Der Moment.
Die Suche nach dem Fremden. Das Fremde wird zum Vertrauten. Das Vertraute wird fremd.

Und immer wieder mit Neuem konfrontiert werden. Unbekanntem, scheinbar unlösbar. Fremde.

Plötzlich existiert der Begriff 'Heimat'. So klar, und doch so neu. Gewinnt ganz neu an Bedeutung.
Der Zustand zwischen Unterwegs und Ankommen. Zwischen Fremde und Heimat. Zwischen Unbekanntem und Vertrautem. Zwischen Heute und Morgen. Jetzt.